1981 war ich zum ersten Mal auf Mallorca. Ein Freund, dessen Frau als Stewardess auf der Strecke Berlin-Palma arbeitete, hatte mir ein Ticket geschenkt. Ich überlegte nicht lange, steckte mir meine Zahnbürste und einen Hundertmarkschein in die Tasche und stieg in den Flieger. Über meine Bekanntschaft landete ich bei "Sunshine-Toni", einem waschechten mallorquinischen Hippie, der in einem kleinen Häuschen über dem Steilhang der Bucht von Cala Llombards wohnte und eine Art Trödelladen in Cala Figueras unterhielt.
Es war in einem August. Die post- kartenblaue Bucht verzauberte mich, die glatt wie ein Tischtuch zu meinen Füßen lag. Mit Honigaugen saugte ich an dem lieblichen Lichte, welches von allen Malern seit je gerühmt wird. In den milden, samt- schwarzen Nächten erschienen mir die Sterne näher, ja, greifbarer, als etwa in Kalifornien, wo man bald beginnt, beim Anblick der Sterne von Ufos zu träumen und sich in den Weiten des Kosmos verliert.
Ich war angetan von der Freundlichkeit der Insulaner, ihrer Hilfsbereit- schaft und scheinbaren Selbstgenügsamkeit. Mallorca entsprach wenig dem Klischee der "Hausfraueninsel", das mir so geläufig war. Last not least war die Insel damals noch unglaublich billig. Ich war begeistert! So ungefähr musste sich Gauguin auf Tahiti gefühlt haben.
Aus: Adrian Schacker "Die Ecke der Verrückten" 2005
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2.Das Goldene Vlies I. Treibholzobjekte 1989-1995 "Je entfernter die Zeit, desto älter die Erinnerung. Ist etwas uralt, kann es leicht passieren, dass man sich ein wenig an die Ewigkeit erinnert fühlt. "Ein wenig Ewigkeit" aber erleuchtet den Geist."
3. Das Goldenen Vlies II. Wildolivenholzobjekte 1993-99 Diese Objekte sind aus den Resten alter mall. Feldtore erstellt.
5. Mosaike Mallorca 1987-2007 "Merkwürdig, während unser Leben selbst immer mehr die Form eines Mosaiks annimmt, liegt die Kunst des Mosaiks völlig brach. Sie bleibt den Hobbykünstlern vorbehalten".