Diese Objekte sind aus den Resten alter mall. Feldtore erstellt.
Die Keule des Herakles
Die mythologischen Wurzeln des Wildolivenbaums (mallorquin: ullastre) reichen tief in die Vorgeschichte der Menschheit. Er war der erste Baum im (mediterranen) bronzezeitlichen Baumkalender, dessen Jahr, den Mondphasen entsprechend, dreizehn Monate hatte. Jedem Monat war ein Baum zugeordnet, jedem Baum ein „Buchstabe“. Aus diesen Bezügen sollen sich die ersten "Alphabete" entwickelt haben.
Mit der Wildolive begann das neue Jahr. An dessen Anfang wurden rituell ihre Zweige geschwenkt, um die „bösen Geister“ zu vertreiben. Nicht zufällig war auch die famose Keule des Herakles eine wilde Olive, die er mitsamt Wurzel aus der roten Erde der Halbinsel Istrien gerissen hatte. Mit Wildolivenzweigen wurden schließlich auch die ersten Olympiasieger gekürt, da sie als Sieger das neue Jahr verkörperten.
Wildolivenholz ist eisenhart und schwerer als Wasser. Holzwürmer meiden das Holz, da es sich durch eine Säure schützt. Wegen seiner sagenhaften Resistenz und weil es eben "die bösen Geister" vertreibt, wurde es von Alters her für die Feldtore Mallorcas, den "barreras", verwendet.
Heute stehen diese alten Tore, von der Sonne gebleicht, in der mallorquinischen Ferienlandschaft wie Fossilien über. Langsam zerfallend, von den Meisten unbemerkt, trotzen sie noch immer den bösen Geistern. Inzwischen haben sie fast schon Seltenheitswert, denn sie verschwinden. Sie werden durch Bettgestelle ersetzt.