„Christomallos“, der Widder mit dem goldenen Fell, war ein echter Göttersohn, das Resultat einer „Widderhochzeit“ des Poseidon. Und gewiss war er ebenfalls der Sohn des Widdergebildes in den Sternen, der dieses Zeitalter regiert. Er hatte die Königskinder Phrixos und Helle vor der Ermordung durch ihre Stiefmutter bewahrt, dadurch allerdings Zeus um ein ihm versprochenes Menschenopfer gebracht. Um dieses Vergehen wieder gut zu machen, hat er sein eigenes Leben hingegeben. So ist er zu einem Symbol des Gottessohnes geworden, der stellvertretend sein Leben für die Menschen geopfert hat. Er hat damit diesem ganzen Zeitalter, in dem die Sonne am Frühlingstage im Sternbild des Widders aufgeht, sein geistiges Zeichen aufgeprägt. An seinem Ende wird der göttliche Sohn der Maria aus Nazareth gleichfalls als ein Unschuldiger sein Leben für die Schuld der Menschen opfern. (Zitat eines leider mir unbekannten Autors)
Ausgerechnet auf Mallorca, dem "Rentnerparadies", fand ich die Spuren der mythologischen Schicht. In seinen Spuren ist der Mythos immer noch präsent. Im Flimmern der Piniennadeln schimmert etwas Unzerstörbares. Die Klippen vor der Küste sind (wer weiß?) immer noch die selben. Pinien und Olivenbäume gibt es noch. Auch Schafe sind noch zu sehen...
Je entfernter die Zeit, desto älter die Erinnerung. Ist etwas uralt, kann es leicht passieren, dass man sich ein wenig an die Ewigkeit erinnert fühlt. "Ein wenig Ewigkeit" aber erleuchtet den Geist.